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Neugeborenes Kind – Babyschale oder Reboarder?

Bereits vor der Geburt stellt sich die Frage nach dem richtigen Autositz. Sicherlich haben Sie bereits selbst gesehen, dass das Angebot an verschiedenen Babyschalen und Reboardern überwältigend ist. Wer nicht weiß, was er sucht, verliert schnell den Überblick. Hier sind die grundlegenden Fakten, die Sie beim Kauf beachten müssen.

Was sind Reboarder?

Als Reboarder bezeichnet man Kindersitze, die entgegen der Fahrtrichtung angebracht werden. Da bei Babys und Kleinkindern die Nacken- und Rückenmuskulatur bis etwa zum 4. Lebensjahr noch nicht vollständig ausgereift ist, besteht bei Auffahrunfällen ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Dieses Risiko wird erheblich minimiert, wenn das Kind entgegen der Fahrtrichtung mitfährt. Babyschalen sind grundsätzlich rückwärts gerichtet. Aber ist diese zu klein oder kann das Kind sitzen, wechseln viele Eltern zu einem Sitz in Fahrtrichtung. Empfohlen werden Reboarder aber ausdrücklich bis zu einem Alter von 4 Jahren. Seit 2013 gibt es die neue I-Size Norm. Diese verpflichtet, Babys bis 15 Monaten in Reboardern unterzubringen, auch wenn die Babyschale früher zu klein wird (abhängig vom Gewicht des Kindes).

Was bieten Ihnen Reboarder?

Hat die Babyschale ausgedient, lohnt sich die Anschaffung eines Reboarder-Sitzes. Dieser wird einfach über das Isofix-System oder, bei neuen Fahrzeugen, mit dem I-Size, befestigt. Die Kopfstütze ist verstellbar und kann auf die Größe des Kindes angepasst werden. Sind irgendwann die Beine zu lang, um bequem rückwärts gerichtet zu sitzen, kann der Sitz auch in Fahrtrichtung angebracht werden. Somit ist keine Neuanschaffung nötig, wenn das Kind vorwärts gerichtet mitfahren soll oder muss. Und der wichtigste Punkt von allen: Gegen die Fahrtrichtung fahren Kleinkinder sicherer mit, denn bei einem Unfall werden Schleuderwirkungen nach vorne vermieden.

Warum sind Reboarder sicherer?

Bei Auffahrunfällen entsteht durch den Aufprall eine Schleuderwirkung nach vorne. Wie die Kräfte auf den Körper wirken, können Sie zum Beispiel in Crash-Tests sehen. Der Fahrer wird nach vorne geschleudert und prallt mit dem Gesicht in den (hoffentlich vorhandenen) Airbag. Danach wird er zurück in den Sitz gedrückt. Gleiches passiert auch mit dem Kind im Kindersitz. Ist der Sitz nach vorne gerichtet, wird der Kopf des Kindes ebenfalls ruckartig nach vorne geschleudert. Der Rest des Körpers wird durch den Gurt gehalten. Da bei Babys und Kleinkindern bis 4 Jahren die Nacken- und Rückenmuskulatur noch nicht vollständig entwickelt ist, kann diese Einwirkung zu erheblichen Verletzungen oder sogar dem Tod führen. Deshalb wird geraten, bis zu einem Alter von 4 Jahren Reboarder zu verwenden. Bei einem Aufprall wird der Kopf des Kindes fester in den gepolsterten Sitz gedrückt und die wirkenden Kräfte verteilen sich gleichmäßig über den gesamten Rücken, statt nur auf den Nacken. Das Kind kann rückwärts sitzend zwar nicht „mit schauen“, aber der Sicherheitsaspekt sollte in jedem Fall überwiegen. In Seitenaufpralltests schneiden die Reboarder allerdings weniger gut ab als vorwärts gerichtete. Allgemein betrachtet schneiden die Reboarder schlechter in den Tests ab, da bei den Bewertungen auch die Handhabung mit einfließt. Das Handling ist bei diesen Sitzen etwas komplizierter, daher erhalten sie meist im Vergleich nur mittelmäßige Bewertungen. Dennoch beweisen Studien, dass Reboarder generell sicherer für Kleinkinder sind.

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