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Kindersitze: Warum der Reboarder mehr Sicherheit gibt

Warum ist ein Reboarder für Ihr Baby sicherer?

Als Reboarder werden rückwärtsgerichtete Kindersitze, wie Babyschalen bis circa 13 Kilogramm Körpergewicht bezeichnet. Neuerdings gibt es auch Systeme für Kinder bis 15 Monate oder älter. Manche Kinder vertragen allerdings das Rückwärtsfahren dann weniger gut. Bei Kindersitzen nach neuer i-Size-Norm ist die rückwärtsgerichtete Sicherung für Kinder bis 15 Monate sogar vorgeschrieben und das hat auch seinen Sinn.

Deutliche Vorteile bei einem Frontalcrash

Weil der Kopf eines Babys im Verhältnis zum Körper ein größeres Gewicht hat, als bei älteren Kindern wirken auf ihn bei einem Frontalcrash deutlich höhere Fliehkräfte. Da der Körper insgesamt noch sehr zart und instabil ist, kann das in einem vorwärtsgerichteten Kindersitz schlimmstenfalls zu einem Genickbruch führen. Ist Ihr Baby jedoch in einem ordnungsgemäß befestigten Reboarder untergebracht verteilt sich im Falle eines Frontalcrashs die Belastung des Aufpralls breitflächig über den Rücken Ihres Babys und es hat gute Chancen einen solchen Unfall nahezu unbeschadet zu überstehen, denn die Belastung der Halswirbelsäule ist deutlich geringer. Aus diesem Grund sollten Sie den Reboarder erst dann gegen einen anderen Kindersitz austauschen, wenn Ihr Kind nicht mehr in diesen hineinpasst. Ausführliche Testergebnisse für die Sicherheit von Reboardern und anderen Kindersitzen finden Sie beim ADAC. Der regelmäßig umfassende Tests mit Crashtestdummys durchführt und gute Tipps für Eltern bereithält.

Was Sie bei einem Reboarder unbedingt beachten müssen

Natürlich ist es praktisch, wenn Sie mit Ihrem Baby alleine im Auto unterwegs sind, es neben sich auf dem Beifahrersitz im Auge behalten zu können. Dann muss jedoch unbedingt der Airbag deaktiviert sein. Denn ein auslösender Airbag kehrt die guten Eigenschaften eines Reboarders ins Gegenteil um. Ein vorwärtsgerichteter Kindersitz auf dem Beifahrersitz kann bei einem auslösenden Airbag sogar zu Verbrennungen oder anderen Verletzungen führen, deshalb sollte in diesem Fall der Beifahrersitz in die hinterste Stellung gebracht werden. Was dann leider einen Platzverlust für den dahinter sitzenden bedeuten kann. Deshalb sind kleine Kinder generell auch im Reboarder besser auf den hinteren Plätzen aufgehoben.

Ein Einbautest vor Ort schützt vor bösen Überraschungen

Normalerweise ist der Einbau von Reboardern bis 13 Kilogramm Körpergewicht kein Problem. Alles, was darüber liegt, kann jedoch kompliziert werden. Der Trend hin zu kleineren Stadtautos kann bei der Nutzung von Kindersitzen schon einmal Probleme aufwerfen. Deshalb sollten Sie in einem kleinen Fahrzeug Systeme über 13 Kilogramm Körpergewicht schon einmal vorab auf ihre Einbaufähigkeit testen, denn das könnte schwierig werden. Ausnahmen bilden unter Umständen Kindersitze mit Isofix-Befestigung und i-Size-Norm.

Fazit: Ein Reboarder bietet bei ausgeschaltetem Aibag auch auf dem Beifahrersitz bei einem Frontalaufprall einen größeren Schutz für Babys und Kleinkinder bis 13 Kilogramm, da es den kleinen Kopf und Körper in die Babyschale hineindrückt und nicht herausschleudert. Bei einem Seitenaufprall schneidet ein Reboarder ebenfalls besser ab. Selbst bei einem Frontalaufprall bei 64 Stundenkilometern hat Ihr Kind gute Chancen unverletzt zu bleiben. Vergessen Sie jedoch den Airbag abzuschalten, kann ein vergleichsweise kleiner Auffahrunfall schon verheerende Folgen haben, da der auslösende Airbag die Babyschale samt Kind nach hinten gegen die Lehne des Vordersitzes katapultieren kann. Richtig angewendet und befestigt bietet ein Reboarder jedoch mehr Schutz für Ihr Baby während der Autofahrt.


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